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Premier Renzi bei der Verkündung des Bunga-Bunga-Gesetzes

Wer kann Italien aus der Krise retten? Das bewährte Bunga-Bunga!

Rom  – Vor kurzer Zeit noch geachtet, nun Rettung aus der Krise. Ministerpräsident Matteo Renzi hat es endlich geschafft das überarbeitete Krisenpaket inklusive Wahlrechtsreform “Italicum” durch Kammer und Senat zu bringen. Wichtigster Punkt in dieser als „Renzi deal“ bezeichneten Reform ist die Legalisierung und gleichzeitige Verstaatlichung des “Bunga-Bunga”.

Premier Renzi bei der Verkündung des Bunga-Bunga-Gesetzes
Premier Renzi bei der Verkündung des Bunga-Bunga-Gesetzes

Zustimmung im Parlament

Mit diesem Schritt hat es Renzi geschafft auch seinen größten Gegner im Parlament, Silvio Berlusconi und seine ‚Forza Italia‘ Partei, für die Reform zu gewinnen. Die Verkündung wurde sogar „mit einem unerhofft, einstimmigen und schon nahezu emotionalen Applaus begrüßt“, so ein Parlamentarier im Nachhinein. Auch Reformenministerin Maria Elena Boschi zeigte sich zufrieden über die endlich eingekehrte Einigkeit.

Wirtschaftlicher Aufschwung wird erhofft

Bunga-Bunga würde weit mehr Touristen und vor allem auch investitionsbereite, reiche Geschäftsmänner in den Stiefelstaat locken. Rückhalt von erster Stunde erfuhr Renzi von Wirtschaftsanalytikern vieler italienischer Hochschulen und wie bereits erwähnt dieses Mal erstaunlicherweise auch von der gesamten Opposition. Einem Senator auf Lebenszeit zufolge lobpreiste Berlusconis Partei ‚Forza Italia‘ geradezu das Reformpaket. Sicherlich auch weil mit der Legalisierung nun Berlusconi von seinen Sozialstunden jeden Freitagnachmittag befreit werden würde. Doch die Erwerbe durch Bunga-Bunga würden jene von Berlusconis geleisteten Stunden im Altenheim übersteigen und daher nimmt die Regierung dies in Kauf, erklärt ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums der Presse.

Umsetzung des Gesetzes

Bunga-Bunga soll es laut Renzi’s Plan ab April 2016 in den aufgelassenen Polizeistationen geben. Die Schlagstöcke und Handschellen der Polizei bzw. Carabinieri würden natürlich entfernt werden, ausschweifende Fetische werden zunächst nämlich noch nicht berücksichtigt werden können. Alle Bewerberinnen (zurzeit sind nur Frauen zum Arbeiten in diesen sogenannten Bunga-Bunga-Ställen zugelassen) können bereits ab Januar zur Vorstellung in den Palazzo Chigi. Ist die erste Musterung einmal überstanden, folgt noch ein Staatsexamen, welches mit einer Arbeitsbefugnis und Diplom abgeschlossen wird. Für alle Studentinnen sei der Vorbereitungskurs auf das Staatsexamen kostenlos.

Mit dieser Maßnahme erhofft sich Renzi zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: weniger arbeitslose Jugendliche und zugleich mehr Steuereinnahmen eines neu eröffneten Wirtschaftszweiges.

 

Foto: Nick.mon/Wikipedia

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