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Immer aktuell: Kärnten reagiert auf neue ökonomische Erkenntnisse

Klagenfurz – Der französische Starökonom Olivier Blanchard hat in seiner neuesten Studie nachgewiesen, dass steigende Staatsverschuldung wirtschaftlich kein Problem darstellt. Dies gilt zumindest, solange das Budgetdefizit geringer ist als die Verzinsung der Staats-Schuldenberge. Der Kärntner Landeshauptmann Kaiser plant diese Erkenntnis schnellstmöglich umzusetzen, um das südliche Bundesland wieder auf die Überholspur zu bringen. Ultimatives Ziel sei es (sollten die neuen Finanzierungspläne aufgehen), „Wien komplett aufzukaufen und dann für einen Spottpreis an Ungarn abzugeben.“

Schloss Velden - In wenigen Monaten sollen darin eine Großraumdisko und mehrere Solarien Platz finden
Schloss Velden – In wenigen Monaten sollen darin eine Großraumdisko und mehrere Solarien Platz finden

Geplant ist zu klotzen ohne zu kleckern

Konkret schwebt Kaiser vor, den erfolglosen Klagenfurter Flughafen abreisen zu lassen und an seiner Stelle das Projekt „Wörthersee-Nord“ zu realisieren. Da die Landeshauptstadt Klagenfurt nur einen kleinen Teil des Wörthersee-Ufers sein Eigen nennen darf, zog sie in der Vergangenheit bei diversen Streitigkeiten mit den anderen Anrainer-Gemeinden immer wieder den Kürzeren. Schmerzlich erinnert man sich in der Karawanken-Metropole noch an die erfolglosen Auseinandersetzungen um die Rotaugen-Fischereirechte oder das Wellenreitverbot in der Veldener-Bucht für Klagenfurter. 

Landeshauptmann Kaiser will mit dem See-Projekt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einerseits will man durch das Großprojekt enttäuschte deutsche Mallorca-Urlauber an den neugeschaffenen Klagenfurter Ballermann locken, um so den nicht verkäuflichen Kärntner Wein, hergestellt aus Kärntner Kasnudeln und Grappa, anzubringen. Andererseits trägt das Projekt zur friedlichen Entwicklung Kärntens und seiner Kommunen bei. Kaiser kündigt eine Pax-Carinziana unter seiner Herrschaft an.

Eine Delegation der Südtiroler Landesregierung konnte sich im Rahmen des jährlich stattfindenden bilateralen Treffens beider Alpenländer (das diesjährige Motto war „Südwind“) von den innovativen Problemlösungsansatz überzeugen. Dazu ein anonymer Südtiroler Landespolitiker: „Eine Dreiseen-Lösung könnte zum friedlichen Miteinander der Volksgruppen auch in unserem schönen Ländle beitragen!“. Der „Gipfelbote“ bleibt natürlich dran.

Foto: Johann Jaritz