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So würde der Start des Spaceshuttle von den Gärten von Schloss Trautmannsdorf aussehen

Flughafenprojekt Bozen gestoppt: Raumfähre erhält Priorität

Bozen – Nachdem die Diskussion um den Bozner Flughafen sich immer mehr zuspitzte, wurde dieser Diskussion gestern viel Wind aus den Segeln genommen. Die Landesregierung sowie fast alle Befürworter des Flughafens wurden sich gestern Nachmittag einig, dass das schon seit beinahe vierzig Jahren geplante Raumfahrtsprojekt im Meraner Raum höhere Priorität genießen sollte und daher die Gelder in dieses Vorhaben investiert werden müssen.

So würde der Start des Spaceshuttle von den Gärten von Schloss Trautmannsdorf aussehen
So würde der Start des Spaceshuttle von den Gärten von Schloss Trautmannsdorf aussehen

Im Vergleich zum Flughafen liegt das Projekt der Raketenbasis bereits seit Ende der Siebziger auf den Tischen des Landesrates für Transport. Die Amerikaner waren damals noch nicht abgezogen, da sie sich einen Wiedereinfall von Nazideutschland erwarteten. Und genau diese brachten die Idee eines Raketensilos auch ins Land. Nachdem mehrere von der Landesregierung beauftragte Wissenschaftler das Buch „Raumfahrt für Dummies 2“ durchgelesen hatten und die Grundidee für gut erachteten, wurde bereits nach wenigen Monaten eine Raketenbasis geplant. Als Standort wurde der Süden Merans ausgewählt, unter anderem da er mit seinem schönen Bergpanorama besticht, welches die Astronauten beim Start genießen könnten.

Leider verstaubten die zahlreichen Ordner und Akten des Vorhabens im Laufe der Zeit, da der Zuständige für das Projekt beim Zigarettenschmuggeln über das Timmelsjoch erwischt wurde und zum Steineklopfen nach Südkalabrien abtransportiert wurde. Nun wurde inzwischen das Flughafenprojekt Bozen ins Leben gerufen und geplant. Als jedoch auch die Proteste gegen dieses zunahmen, schaute man sich nach Alternativen um. Nach längerer Recherche kamen die alten Raumfahrtsakten wieder zu Tage, die bis dahin unter einem Tischbein lagen, damit der Tisch des Landesrates nicht wackelte.

Die Zeichnungen und Pläne wurden überprüft und gestern präsentiert. Auch ein Kostenvoranschlag wurde gemacht. Dieser solle das Flughafenprojekt Bozen nur um 4,2 Milliarden Euro übertreffen. Doch hier sind sich die beteiligten Politiker sicher, dass der Steuerzahler mehr als froh seie diese lächerliche Kleinigkeit mitzuzahlen. Für den Bau werden einige Wohnblöcke in Untermais abgerissen werden müssen. Doch die Bewohner dieser Wohnungen werden mit gleichwertigen Appartments auf Madagaskar entschädigt. Nun warte man nur noch auf die Meinung Reinhold Messners, damit das Projekt auch wirklich abgesegnet werden kann.

 

Foto: NASA Public Domain

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