Beitrag für Bär

Die im September mit Narkosemitteln erschossene Bärin Daniza
Die im September mit Narkosemitteln erschossene Bärin Daniza

Trient – Ein Bauer in der Provinz Trient will sich nun mit Hilfe der zwei Jungbären von Bärin Daniza eine goldene Nase erschnüffeln. Die beiden Bären halten sich nämlich gerade auf seinem Grund auf.

Eine solche Causa hat es noch nie gegeben und könnte zugleich einen Präzedenzfall schaffen: Nachdem sich die Jungbären, der vor etwas mehr als zwei Monaten erschossenen Bärin Daniza (durch einen wohl zu starken  Narkoseschuss, Anm. d. Red.), schon mehrere Tage nachgewiesen auf dem Grund des Bauern Rodolfo Paselli im Nonstal niedergelassen haben, hat dieser nun bei der Provinz um einen Beitrag angesucht. Schließlich seien beide Bären zusammen vom Körpergewicht gleich schwer und damit gleichbedeutend wie eine Großvieheinheit (vergleichbar mit einer Kuh oder einem Pferd). Und dafür erhält ein Bauer schließlich einen Beitrag vom Land bzw. der Provinz. Paselli, im ganzen Tale auch bekannt als „l’bacan mezz’sciocco“, muss dabei aber hoffen, dass sich die beiden Waisenbären bis 1. Januar 2015 bei ihm aufhalten werden.

Um dies zu erreichen ist er auch bereit bis zu vier seiner Schafe zu opfern, bestätigt er dem „Gipfelboten“ gegenüber, denn um eine Großvieheinheit zu erhalten brauche ich 10 Schafe, jedoch nur 2 Bären. Der „Gipfelbote“ rechnete nach: die Rechnung geht tatsächlich auf. „E in tempi di crisi ogni lire é benvenuta“, schließt der sympathische Bauer mit klaffender Zahnlücke ab.

 

Foto: NPS Photo

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