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Vermisst: der von den Einheimischen so geliebte Steinpilz

Vermisstenanzeige beim Amt für Forstwirtschaft: Abertausende Pilze und Schwämme seit August vermisst

Südtirol – Eine erschütternde Meldung erreicht uns aus verschiedenen Forstverbänden des ganzen Landes. Nach einer neuerlichen Zählung gelten mehrere tausend Schwämme und Pilze in den heimischen Wäldern als vermisst. Verschwunden sind diese während der letzten Wochen, als jedermann und jederfrau beschäftigt war alle Touristen aus dem Süden zu besänftigen.

Vermisst: der von den Einheimischen so geliebte Steinpilz
Vermisst: der von den Einheimischen so geliebte Steinpilz

Kein Verantwortlicher der vielen Forsthäuser kann sich dieses sonderbare Verschwinden erklären. L. Pfiffer und D.Ling äußern sich gegenüber dem „Gipfelboten“: „Noch zu Beginn des Monats August führten wir eine reguläre Zählung aller Pilze und Schwämme (Badeschwämme ausgeschlossen, Anm. d. Red.) durch und konnten keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Doch als wir in den ersten Septembertagen durch die Wälder streiften, konnten wir nur noch auf vereinzelte und zertrampelte Pilze stoßen. Der Großteil aber war wie vom Erdboden verschluckt.“ Einzig und allein einige Reste vom Stiel der Pilze konnten ab und zu aufgefunden werden.

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen bereits aufgenommen. Einen ähnlichen Fall gab es vor genau einem Jahr, als sich die Förster des Landes nach dem Ansturm der italienischen Touristen in einer ähnlichen Situation befanden. Damals wurde ein etwa 50-jähriger Mann aus Bergamo mit zwei Säcken voll mit puren Steinpilzen aufgegriffen. Der Verdächtige wollte seine „Fundorte“ nicht preisgeben und schaffte es nach 24 Stunden Untersuchungshaft zu entkommen.

 

Foto: CC H. Krisp

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