Statt Wolf: Weihnachtsmann zum Abschuss freigegeben

Südtirol – Bei Wolf und Bär wurde man sich im Landhaus nicht einig. Doch bei diesem durch Südtirol ziehenden neuen Exot schon: der Weihnachtsmann mit dem Tarnnamen „Santa Klaus“ wird zum Abschuss freigegeben. Dieser Entscheidung stimmen sogar Natur- und Tierschützer zu.

Das zum Abschuss freigegebene Wesen: hier auf einer Aufnahme eines Enthüllungsjournalisten
Das zum Abschuss freigegebene Wesen: hier auf einer Aufnahme eines Enthüllungsjournalisten

Der Entschluss kommt gerade noch rechtzeitig, denn der in rot getarnte Übeltäter soll immer um die Weihnachtszeit sein Unwesen treiben. Man weiß zwar nicht ob er auch Schafe reissen wird, aber bestätigt ist, dass er von einem fliegenden Schlitten aus Pakete auf die Erde wirft und dabei schon öfters harmlose Passanten am Kopf getroffen hat. Man erkennt den bärtigen Dickwanst übrigens auch an seinem lächerlichen „Ho ho“, erklärt ein Pressesprecher der Forstwache. Dennoch sollte man nicht gleich jeden bärtigen älteren Mann, den man „Ho ho“ sagen hört, verdächtigen oder gar die Flinte unter die Nase halten. Es kann nämlich gut sein, dass es sich um einen Dorftrunkenbold aus dem Sarntal oder auch aus dem Ahrntal handeln, warnt der Sprecher. Sicher steht, dass der Eindringling nicht wie gewöhnlich vom Trentino raufzieht, sondern sehr wahrscheinlich vom Norden kommt.

Jäger laden schon die Gewehre

In diversen Jagdvereinen wird bereits auf das Eintreffen des „Geschenkewerfers“ hingearbeitet und trainiert. So schoss der Jagdverein Naturns bereits zum Üben im ganzen Dorf Plastikweihnachtsbäume von Balkonen. Ein älterer Weidmannsgenosse aus Verdings erzählt er habe den Weihnachtsmann alias Santa Klaus letztes Jahr schon abgehalten in dessen Hauptwohnsitz Klausen zu landen. Mehrmals habe er nach ihm geschossen, aber leider nur zwei Rentiere erwischt, die dann brennend in den Eisack gestürtzt sind. Und er habe ihm nachgerufen (und das soll dem Weihnachtsmann eine Lehre sein): „Ba ins kimp is Christkindl!!!“

Foto: Randy Landicho

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