Home » Regionales » Die Beautygeheimnisse des Landtags – Stylistin packt aus!

Die Beautygeheimnisse des Landtags – Stylistin packt aus!

Bozen – Der neue Bart von Arno Kompatscher ist nur die Spitze des Eisbergs. Von einer Umfrage auf stol.it angespornt, will sich der Landeshauptmann ganz dem Grundsatz „New Year, New Me“ entsprechend einigen Typveränderungen unterziehen. Wir haben exklusiv mit seiner Stylistin gesprochen, und für ein beträchtliches Bestechungsgeld verriet sie uns außerdem eine Reihe von weiteren Beautygeheimnissen der Polit-Stars vom Silvius-Magnago-Platz 6!

Olga bei der Arbeit

Während sich andere Medien mit den altbekannten Themen Syrienkrieg, dem Shutdown der Regierung der USA, oder recht trockenen Wirtschaftsnews beschäftigen, hat stol.it die Gelegenheit für eine brandheiße Schlagzeile am Schopf gepackt und ist Arno Kompatschers neuem Bartwuchs auf die Spur gegangen. (Übrigens das Ergebnis der Recherche: Er war über die Feiertage zu faul, sich zu rasieren.)

Im Zuge dessen wurde auch eine Umfrage über den Bart geschaltet, bei der eine überraschende Menge an Stimmen zusammenkam (insg. 8, und nur 5 davon von seiner Frau und 4 seiner älteren Kinder). Diese ergaben zwar nur 24% positive Rückmeldung – übertroffen von 27% dagegen und 49% „mir irgendwie eher wurscht“ –, doch da die enthaltenen Stimmen prinzipiell nicht unbedingt negativ zu werten sind, zählte er sie zu den Ja-Stimmen und kam somit auf einen Erdrutschsieg von 73% der Bartbefürworter.

Von diesem Ergebnis und einem Mangel an konkreten anderweitigen Neujahrsvorsätzen motiviert, suchte Kompatscher die Haus-Stylistin des Landtags Olga F. (Name geändert) auf, um sich in puncto Typveränderung beraten zu lassen. Die Ergebnisse sollten eine Überraschung für die eh schon vom Bart in Ekstase versetzte Bevölkerung werden, aber wir vom „Gipfelboten“ können einer Exklusivstory nicht widerstehen und haben einige von Olga erstellte Entwürfe ergattern können. Hier die (frei aus gebrochenem Italienisch übersetzten) Erklärungen des Beauty-Profis zu den einzelnen Vorschlägen:

Der Salvini: eine freche Kombination aus schwarz gefärbten Haaren und noch mehr Bart (juhu!), um sich der Zielgruppe der Lega-Wähler auch optisch ein wenig sympathischer zu präsentieren. Kombinierbar mit Lektionen bei einem Stimmcoach (in diesem Fall ein dressierter Brüllaffe).

Der Jesus: Eine Weiterführung des „lässigen“ Bartlooks auch auf die Frisur übertragen. Impliziert wird hier, Kompatscher sei so damit beschäftigt, sich für das Wohle der Bürger einzusetzen, dass Rasur und Friseurbesuch viel zu viel wertvolle Zeit kosten würden. Soll in Kombination mit weißer Kleidung und aufgemalten Stigmata auch Sympathiepunkte bei den eher reaktionären erzkatholischen SVP-Wählern schaffen.

Der Heisenberg: Definitiv ungewohnt, aber ein gewagter Versuch, sich den jüngeren Wählern und solchen, die es in den nächsten Jahren noch werden wollen, anzunähern. Da dieses arbeitsscheue Gesindel eh nur vor Netflix herumlungert, würde dieser Stil Erinnerungen an den sympathischen Methamphetamin-Koch Walter White aus Breaking Bad in ihnen wachrufen, und wie jeder weiß bringen Referenzen zu populären Fernsehsendungen immer Bonuspunkte.

Der 90er-Teenieschwarm: Zu diesem Punkt konnte uns Olga keine Auskunft geben, da sie plötzlich nicht mehr ansprechbar war. Aus ihrem verzückten Starren auf das Bild und dem ungesund aussehenden vermehrten Speichelfluss ist aber anzunehmen, dass dies einer ihrer klaren Favoriten ist.

Der YOLO: Dieser Look ist an all die zukünftigen Jungwähler gerichtet, die sonst mit Politik wenig am Hut haben. Politik muss nicht trocken und langweilig sein, sie ist 2019 #onfleek #lit und #based. Das #ArnoBae twittert, instagramt und hashtagt, was das Zeug hält, hört schweren Mumble-Rap und liket seine Follower auf allen Social Medias, Bro! Oder so ähnlich. (Die Zigarette ist übrigens nur ein Requisit aus dem Theaterfundus, Rauchen ist NICHT cool!)

Wie Olga uns außerdem (nach Übergabe der gesamten Pizzakassa der Redaktion als Bestechungsgeld 🙁 ) verriet, ist Kompatscher nicht der einzige, der sich intensiv mit seinem Äußeren und dessen Wirkung auf die Wähler beschäftigt. Hier eine zufällige Auswahl der weiteren kleinen Geheimnisse der Landtagspolitiker:

  • Philipp Achammer hat eigentlich eine wallende Mähne, er rasiert sich nur jeden Morgen eine Halbglatze, damit er älter und somit reifer wirkt.
  • Sven Knoll hat ein peinliches Tattoo aus Jugendzeiten auf seinen Geheimratsecken und kämmt deshalb seine Haare so auffallend darüber.
  • Arnold Schuler ist in Wirklichkeit eine durch Voodoo zum Leben erweckte Puppe, genauer gesagt ein Ken aus der Barbiekollektion „verträumter, rustikaler Farm-Boy“.
  • Brigitte Foppas Haare sind eine eigene Lebensform, die sich parasitär von ihr ernährt.
  • Alessandro Urzì trägt eine 10cm hohe Stirnprothese, um auf Fotos mit politischen Gegnern größer und intelligenter zu wirken.

Das war es fürs Erste mit den Enthüllungen, doch verzagen Sie nicht, wahrscheinlich müssen Sie nicht allzu lange auf die nächsten warten. Olga hat bekannterweise kein gutes Händchen für Geld.

Foto: CC0/Wikipedia Commons/urheberrechtsfreie Fotomontagen des Autors