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Der Fasching sollte nach brasilianischem Vorbild stattfinden

Besucher unzufrieden: Fasching wird wiederholt

Bozen – Wohl nicht narrisch genug war der Südtiroler Bevölkerung der diesjährige Karneval. Deshalb hat die Landesregierung in einem Eilverfahren beschlossen diesen nach Ostern auf Drängen der Bevölkerung zu wiederholen.

Der Fasching sollte nach brasilianischem Vorbild stattfinden
Der Fasching nach Ostern sollte mehr nach brasilianischem Vorbild stattfinden

„Maschgraaaa“ – So der Schlachtruf aller Anhänger des bunten Treibens der Woche vor Aschermittwoch. Doch anscheinend wurde dieses Jahr nicht laut genug gebrüllt. Um weitere Eskalationen oder gar Volksumfragen zu vermeiden, haben alle ausgenüchterten Mitglieder der Landesregierung (insgesamt 3) beschlossen, Fasching erneut anzusetzen. Kulturlandesrat Achhammer teilte den Beschluss heute per Twitter mit.

 

Doch wie kam es dazu?

Schon in der ersten Schulstunde nach dem unsinnigen Donnerstag wurden Lehrkräfte aus verschiedensten Landesteilen von ihren Schülerinnen und Schülern mit schiefer Miene erwartet. Grund war aber nicht wie erwartet die erst letztlich stattgefundene Zeugnisvergabe, die schon seit der Einführung der Schulpflicht von Schülern jeglichen Alters derbstens kritisiert wird. Viel mehr war das Schulvolk enttäuscht vom „Unsinnigen“. All die Jahre zuvor wäre er weitaus lustiger gewesen. Das Lehrpersonal wurde daraufhin angewiesen, die Schüler auf Rosenmontag zu vertrösten.

 

Doch trotz einiger Vorkehrungen (sogar Clown Enrico wurde extra eingeflogen und tat am Domplatz von Bozen sein Bestes um die Menge zu unterhalten) wurde auch der Rosenmontag in vielen Mehrzweckhallen und sonstigen Lokalen ein Flop. Darauf schließen ließen mehrere enttäuschte Facebookpostings sowie Kommentare unter veröffentlichten Karnevalsfotos. Obwohl mit Whisky- und Vernatschverkostungen beschäftigt, bekamen Abgeordnete vom Unmut Wind und leiteten die Gründung einer Faschingsproblemlösungskommission in die Wege, nachdem ihr Promillegehalt wieder unter 1,5 lag. Nach wenig Diskussion wurde ein neuer Termin gesucht, welcher jedoch auf Bestehen des Bischofs nicht in der Fastenzeit liegen durfte. Schlussendlich konstatierte man das Wochenende nach Ostern.

Bis dahin wünscht der „Gipfelbote“ frohes Fasten und danach natürlich „Maschgraaa!!“.

 

Foto: LuX C. (by-nc-sa)

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