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„Bestest friends 4ever“ – Kompatscher und Achammer gar nicht zerstritten

Bozen – Für die Südtiroler Lügenpresse war es ein gefundenes Fressen: Der wiedergewählte Landeshauptmann Arno Kompatscher hatte SVP-Chef Phillipp Achammer als Stellvertreterkandidaten abgesägt, Arnold Schuler den Vizeposten gesichert und Platz 2 und 3 an irrelevante No-Names verschachert. Achammer schäumte vor Wut, böses Blut wurde den beiden nachgesagt, von einer privaten Fehde war die Rede. Alles Rufmord und aufgebauschte Fake News, berichtet nun ein Informant dem „Gipfelboten“:

Eine leicht verständliche Zusammenfassung der Causa LH-Stellvertreter

Der anonyme Anruf erreichte unsere Redaktion gerade, als wir uns schon einen Artikel über Styling-Tipps von Brigitte Foppa aus den Fingern saugen wollten. Natürlich ist dies auch ein brisantes Thema, aber wie bei jedem Nachrichtenportal von Format ist die Politik natürlich wichtiger. Somit vereinbarten wir Zeit und Ort mit dem Informanten und schickten unseren entbehrlichsten Praktikanten hin (für den Fall, dass es hier doch nur um Organdiebstahl ging).

Die Quelle entpuppte sich als ein bekanntes Mitglied des Landtags, das wir hier allerdings verständlicherweise nicht nennen dürfen (für ein kleines Bestechungsgeld an die PayPal-Adresse des „Gipfelboten“ lässt sich aber auch darüber reden). Bei einem Kaffee in der Landhausbar – für nur 10€! – plauderte er gerne aus dem Nähkästchen. „Glauben Sie der Presse nicht. Die beiden sind nach wie vor dicke Kumpels. Das Freundschaftstattoo, das sie sich eigentlich gegenseitig stechen wollten, hat ihnen Arnos Frau verboten, aber ansonsten sind sie happy wie die Glücksbärchis. Sie schauen sogar fürsorglich aufeinander. Erst vorgestern hat Philipp dem Arno die Reifen seines Autos zerstochen, damit ihm die Versicherung einen neuen Satz bezahlt, die er sonst aus eigener Tasche hätte berappen müssen. Arno hat ihm dafür den Norovirus in den Kaffee gerührt, weil Achammer doch so viele Termine hat und deshalb sogar auf den Stellvertreterposten verzichten musste. Da war das eine praktische Entlastung; wer den ganzen Tag vulkanartig aus beiden Enden feuert, der hat natürlich eine willkommene Ausrede, zu Hause zu bleiben.“

Nachdem unser Praktikant kurz eine alte Dame in den Lauben verprügelt und überfallen hatte, um sich das Geld für einen weiteren Kaffee zu beschaffen, erzählte unsere Quelle weiter: „Die beiden sorgen sich auch gegenseitig um ihre Gesundheit. Über die Feiertage haben beide ein paar Kilo angesetzt, und jetzt gehen sie nach jeder hitzigen Diskussion im Landtag kurz in den Keller, um bei einem improvisierten Boxkampf Kalorien zu verbrennen. Und auch um den guten Ruf des jeweils anderen wird sich eifrig gekümmert. Wer keine Feinde hat, der strengt sich nicht genug an, Neider sind so was wie ein Qualitätsmerkmal. Also sprayen beide sich gegenseitig Vulgaritäten an die Mauern ihrer Privatwohnungen, oder posten sich unter falschem Namen Hasskommentare mit vielen Ausrufezeichen in ihre Social Medias. Von den ganzen kollegialen scherzhaften Streichen, die sich die beiden den ganzen Tag spielen gar nicht zu reden. Ein brühendheißer Kaffee in den Schoß verschüttet hier, aus Versehen eine Tür zuschlagen während die Hand noch drin ist da, und der eine oder andere Schubser die Treppe hinunter, man hat immer was zu lachen. Die beiden sind wirklich Laurel und Hardy unserer Zeit, auch wenn keiner dick und beide doof sind.“

Mehr wollte die Quelle nicht verraten, da unser Praktikant (der selbstsüchtige Sack) sich weigerte, für einen weiteren Kaffee seine Niere an den Kellner herzugeben – also doch Organdiebstahl, ha! –, aber wir hoffen, die vorliegenden Informationen reichen aus, um die Gerüchte über das zerstrittene SVP-Dreamteam zu entkräften und ihre innige Freundschaft zu unterstreichen.

Foto: Pixabay