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Skandal im Fitness-Studio – Junge Studentin wird aus Versehen zu muskulös

München – Ein bizarrer Unfall hielt gestern die Betreiber eines McFit in München in Atem. Annika F., eine 22-jährige Jurastudentin, wurde plötzlich von heimtückischem Muskelzuwachs heimgesucht, der sie in ein unförmiges, männlich wirkendes Monstrum verwandelte und somit fürs Leben entstellte. Der „Gipfelbote“ berichtet exklusiv über die Hintergründe.

Annika F. auf ihrem facebook-Profilbild (links) und einer Aufnahme der behandelnden Ärzte (rechts)

Es begann alles mit einem unschuldigen Neujahrsvorsatz. Annika F., Masterstudentin der Rechtswissenschaften aus München, hatte beschlossen, 2019 etwas für ihre Gesundheit zu tun. Low-Carb-Rezepte wurden gegoogelt, zwei Größen zu kleine Stretchleggins und ein Tanktop mit keckem Fitness-Wortspiel auf Amazon bestellt, und voilà, es fehlte nur noch die Mitgliedschaft im Studio. Die war jedoch auch schnell beschafft, durch die schiere Anzahl an McFit-Filialen in deutschen Städten musste sie nur am nächsten Tag vor ihre Haustür treten, um sich zwischen drei verschiedenen zu entscheiden. Sie wählte daraufhin spontan das mittlere. Es erinnerte sie an ihren letzten Urlaub: drückend heiß, überall Handtücher, fast niemand sprach Deutsch.

Nichtsahnend betrat die junge Dame das Studio und ließ sich von einem freundlichen Trainer, Hassan D., das üppige Angebot zeigen. Zum Schnäppchenpreis von nur 39,99€ pro halbstündiger Sitzung bot er ihr an, sie persönlich zu unterweisen und ihr zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Die von der Menge und Funktion der Geräte etwas überforderte Annika stimmte natürlich begeistert zu. Der Anfang vom Ende.

Sie hatte explizit erwähnt, sie wolle „nur gewisse Stellen etwas straffen, und keine Muskeln aufbauen“, damit sie ihre schlanke Figur behalte und auf keinen Fall zu breit und männlich wirke. Der fürsorgliche Personal Trainer stellte ihr natürlich einen perfekten Trainingsplan dafür zusammen (nämlich den exakt selben wie seinen dreihundert anderen Klienten in diesem Monat), und die erste Viertelstunde verlief auch problemlos. Bis Hassan D. einen Telefonanruf bekam und sich kurz in einen anderen Raum entschuldigte. Das Unglück nahm seinen Lauf.

Annika F. trainierte alleine weiter, immer genau nach Trainingsplan. Doch das wurde ihr zum Verhängnis. Durch eine Unachtsamkeit Hassans hatte er für eine Übung nur 12 Wiederholungen anstatt der magischen 15 notiert, ab denen eine Übung bekanntlich nur strafft und nicht aufbaut. Rund um das Gerät, an dem sie trainierte, wurden Menschen darauf aufmerksam was sie vorhatte, und versuchten den Super-GAU noch zu stoppen. Doch Annika F. hatte ihre Kopfhörer auf volle Lautstärke gedreht und hörte die warnenden Rufe nicht. Als der Gewichtsstapel nach der zwölften Wiederholung zur Ruhe kam, anstatt noch drei weitere Male nach oben zu gleiten, stand sie auf, verzog das Gesicht, und fiel keuchend zu Boden. Von Krämpfen geschüttelt, schrie sie ihre höllischen Schmerzen über den dumpfen Pumpertechno des McFit hinweg, während sämtliche ihrer Muskeln mit rasender Geschwindigkeit um das Fünffache anschwollen und ihre Schulterknochen mit grässlichen Geräuschen auf die doppelte Breite wuchsen. „Voll krass, wie so Hulk-Film Alta, mit ohne Grün halt ey“, beschrieb es ein Augenzeuge später recht poetisch. Die eilig gerufenen Einsatzkräfte waren machtlos. Annikas Zustand war zwar stabil, aber der Schaden bereits irreparabel angerichtet.

Eine Unzahl von Untersuchungen im Krankenhaus bestätigten wieder und wieder die niederschmetternde Diagnose: Annika F. durchlebte den leibhaftig gewordenen Alptraum einer jeden Frau – aus Versehen zu muskulös zu werden. Sie ist nun breiter als der Türsteher einer Russendisko. Das schreckliche Schicksal kann mit strikt proteinfreier Ernährung und irrwitzigen Mengen Ausdauersport auf einigermaßen erträgliche Ausmaße eingedämmt werden, aber Annika F. wird nie mehr dieselbe sein.

Ihr Lebensgefährte Paul K., der zufällig gleichzeitig mit dem sofort zur Stelle geeilten „Gipfelboten“-Reporter im Krankenhaus eintraf, war in der Sorge um seine Liebste nur für einen knappen Kommentar zu begeistern. Mit vor Neid grotesk verzerrtem Gesicht seufzte der 55kg-Milchbubi mit dem Oberarmumfang eines Zehnjährigen: „Oh, die Ärmste. Hätte es doch nur mich anstatt sie getroffen!“

Foto: Pixabay/Cliff