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Wolfgang A. Mozart aka MoZZZ-Art MC auf dem Cover seiner letzten Platte

Mozart in USA aufgetaucht: Musiker täuschte Tod vor

 

 

Memphis/USA – Freunde der klassischen Musik werden sich freuen oder die Stirn runzeln. Der seit über zwei Jahrhunderten tot geglaubte Komponist und Marketingstratege Wolfgang A. Mozart wurde neulich von einem eingefleischten Fan auf den Straßen Memphis wiedererkannt. Der Musiker täuschte seinen Tod vor um sich in den USA einer Drogenentzugskur zu unterziehen.

 

Mozarts Leben und Probleme

Wolfgang A. Mozart aka MoZZZ-Art MC auf dem Cover seiner letzten Platte
Wolfgang A. Mozart aka „MoZZZ-Art MC“ auf dem Cover seiner letzten Platte

Da inzwischen mehr als 200 Jahre verstrichen sind, wusste man nur noch wenig von Mozarts Leben. Nur wenige seiner Habseligkeiten überdauerten bis in die Moderne. Dank Falcos Song „Rock me Amadeus“ konnte jedoch rekonstruiert werden, dass der gebürtige Salzburger Probleme mit dem Alkohol hatte und sich sogar verschuldete. Er soll sich sogar für Frauen interessiert haben. Seine Familie dementierte dies von Anbeginn an.

Sein plötzliches Verschwinden

Mit 35 Jahren stiegen ihm die Probleme scheinbar zu Kopf. Er meinte zu seiner Frau Konstanze noch, dass er kurz „Zigaretten holen gehe“ und wurde daraufhin nicht mehr gesehen. Bei seiner neulichen Stellungnahme letzte Woche gab er zu, ein verbilligtes Flugticket zufällig im Internet entdeckt zu haben und damit in die Vereinigten Staaten von Amerika gereist zu sein. Hier wollte er sich in eine Entzugsklinik einweisen lassen, was er auch tat. Während des Sezessionskrieges dort hielt sich der Komponist zeitweise auf Kuba auf, kehrte aber schon 1870 wieder zurück, da ihm das tropische Klima nicht bekam.

Mozart und seine zweite Karriere

Zunächst schlug sich „Wolferl“ mit Gelegenheitjobs durch. „Vom Tellerwäscher bis zum Unterhosenmodell war da alles dabei“, meinte er lachend letzte Woche. Als schließlich die Hip-Hop-Kultur und der Rap-Sprechgesang populärer wurden, sah er darin seine neue Chance. Er begab sich in die dunkelsten Ghettos und battelte sich gegen Rapper, von denen nie einer hören wird. 1987 gelang ihm schließlich der Durchbruch mit seiner ersten Schallplatte „Eine kleine Ghettomusik“. Von da an trat er als „MoZZZ-Art MC“ in allen größeren Städten der USA und Kanada auf und konnte sogar erste Erfolge in Tanzania und Turkmenistan verbuchen.

Wiedererkannt auf einem Konzert

In Europa, geschweige denn in Österreich, wusste man von all dem nichts. Seine Frau Konstanze hatte einige Jahre auf ihren Mann gewartet, ihn aber schließlich für tot erklären lassen. Todesursache klarerweise: Lungenkrebs.

Vor genau einer Woche schließlich erkannte ein österreichischer Urlauber Wolfgang A. Mozart auf einem seiner Auftritte wieder. Werner F. aus Wien hatte in einem Fastfood-Restaurant eine Eintrittskarte gewonnen und ging daher auf das Konzert des ihm noch unbekannten Rappers. „Donn binni do auf dem leiwanden Konzert, super Stimmung und ois und donn kumpt do der Hawara doher. Und i denk mia so: jo heast, des is jo da Wolferl!“

 

Foto: Blöudel CC BY-SA 2.5

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