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Reinhold Messner bei einem der lästigen Interviews, die man halten muss, wenn man eine Expedition erfolgreich meistert

Unser unermüdlicher Abenteurer: Reinhold Messner holt Sentinelesen nach Sulden

Sulden/ Sentil-Island – Er wollte es wieder wissen und der Welt zeigen, dass er noch immer für eine Sensationsmeldung und Erstbesteigung gut ist! Reinhold Messner, ehemaliger Vizelandeshauptmann Südtirols und Ex-Dalai Lama Nepals, hat sich vor vier Wochen wieder auf eine Expedition begeben und ist gestern heil nach Hause gekehrt.

Reinhold Messner bei einem der lästigen Interviews, die man halten muss, wenn man eine Expedition erfolgreich meistert
Reinhold Messner bei einem der lästigen Interviews, die man halten muss, wenn man eine Expedition erfolgreich meistert

Die Sentineleseninsel als Ziel

In der Rente lassen es die meisten Leute ruhig angehen. Das gilt nicht für Volksheld Reinhold Messner. Mit über 70 Jahren zog er nochmal los, um uns zu beweisen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Nachdem vor wenigen Monaten ein amerikanischer Geheimagent und Missionar bei seiner Mission auf die Insel der Sentinelesen umgekommen war, wollte Messner beweisen, dass diese Insel keineswegs unbetretbar ist. Mehrere Monate Vorbereitungszeit folgten (u.a. mit Tamara Lungers Trainingsmethoden), bevor er sich vor vier Wochen nach Indien aufmachte.

Messners letzte Erstbesteigung

Aus den brachialen Fehlern seines Vorgängers lernend, ruderte Messner auf einem Einbaum, den er vom Archäologiemuseum Bozen ausleihen durfte, bei Nacht auf die Insel. Die meisten Sentinelesen schlafen – was für ihre Spezies sehr unüblich ist – bei Nacht. Einer von ihnen soll Messner aber entdeckt haben, erzählt er bei seiner Rückkehr. Doch wegen Messners Ähnlichkeiten zu den Orang Utans habe dieser ihn weiter unerkannt durch den Dschungel stapfen lassen. In einer anstrengenden Stunde erklomm Reinhold M. schließlich um 4:21 Uhr Ortszeit ohne zusätzlichen Sauerstoff den höchsten Berg von Sentil-Island (160m.ü.d.M.). Aus gegebenem Anlass taufte er ihn Mount Sentilmessner. Der Abstieg erfolgte noch in der gleichen Nacht.

Rückkehr nach Südtirol gestern

Gestern kam der Abenteurer zurück in seine Heimat. Damit man ihm auch von seiner erfolgreichen Expedition glaube, hat er auf dem Rückweg zum Einbaum einen jugendlichen Sentinelesen gepackt und mitgenommen. Diesen werde er vorerst nach Sulden bringen und ihn dort in der Nähe seiner Yaks hausen lassen. Leider spricht der junge Sentinelese keinen Südtiroler Dialekt, sodass man aus seinem Fauchen und Schlagen nur interpretieren kann, dass er wohlauf ist. Auch weiß man nicht, was er frisst. Doch Messner meinte, dass er bis jetzt mit Schüttelbrot und Speck gut durchgekommen ist.

Messner, der Sohn einer Villnösser Häuserin und eines nepalesischen, jüdischen Eremiten, wurde selbst als kleines Kind im Villnösstal ausgesetzt und von einem Villnösser Brillenschaft aufgezogen. Seine harte Kindheit verhalf ihm aber zu einer glorreichen Karriere. Er bestieg mehrere hohe Berge im Himalaja und sogar einige in Südtirol! Außerdem schrieb er mehrere Bücher und konnte den international gejagten Yeti in einer Gletscherspalte am K2 stellen.

Sentinelesen live in Sulden

Wer den Sentinelesen live erleben möchte, kann immer Sonntags nach der heiligen Messe in Sulden für läppische 75€ einen Rundgang in seinem Gehege machen und dabei auch die Yaks streicheln.

Foto: Blaues Sofa

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