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Das Gruppenfoto vor dem Zusammentreffen mit den Vorstände der verschiedenen Religionen

Religiöse Zusammenkunft zerschlagen!

Bozen –  Eine lange geplante Zusammenkunft von verschiedenen Glaubensanhängern wurde gestern kurz nach Veranstaltungsbeginn auseinandergetrieben. Viele Gläubige sind empört über die Methoden, mit welchen vorgegangen wurde.

Das Gruppenfoto vor dem Zusammentreffen mit den Vorstände der verschiedenen Religionen
Das Gruppenfoto vor dem Zusammentreffen mit den Vorstände der verschiedenen Religionen

Verlauf der Aktion

Es hätte ein angenehmer Nachmittag werden sollen. Mehrere Kultur- und Glaubensvereine haben gemeinsam ein Treffen organisiert um die anderen Glaubensrichtungen besser kennenzulernen. „Damit wollten wir Vorurteilen vorbeugen und allgemein uns mehr vernetzen“, erklärt M. Oberschlecker, Obmannfrau der Katholischen Frauenbewegung. Doch nachdem sich die Anhänger verschiedener Konfessionen zusammengefunden und sich etwas bekannt gemacht hatten, wurde ihre Veranstaltung bereits während des Buffets gestört. Gleich mehrere Politiker verschiedener Größenordnungen betraten den Saal und begannen mit Begrüßungsreden. „Hatte der erste fertig, begann auch schon der zweite!“, erzählt ein Augenzeuge, sichtlich schockiert, gegenüber dem „Gipfelboten“. Dies hielt für mindestens eine Stunde an. Danach war niemand mehr im Saal um zu wissen, wann der letzte Politiker seine Rede zu Ende hatte.

Mangelnde Sicherheitsvorkehrungen

Selbst die Sicherheitsbeamten waren machtlos und überrumpelt. Laut Sicherheitssprecher Benedetto Al Khan hätten die Politiker wohl den Notausgang zum Eindringen benutzt. Dessen Alarm wurde der Friedenspfeifen halber deaktiviert. Zusätzlich ging die Evakuierung wegen Personalmangels und schlechter Sicherheitsbekleidung nur sehr langsam vom Statten.

Viele Glaubensanhänger aller Religionen und Konfessionen sind nun entsprechend enttäuscht und empört. „Ich hätte gerne etwas mehr über die Katholiken und Muslime erfahren, aber als dann die Politiker zu reden begannen… Nein danke! Da les ich mich lieber bei Wikipedia ein.“, schimpft Lal Dulda aus Indien.

 

Foto: wikicommons

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