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Ein Muster einer Lawine, welche aber bald der Vergangenheit angehören werden

Um Lawinentote zu vermeiden: Berge werden abgetragen

Bozen/Innsbruck – Letzten Winter musste eine traurige Bilanz bezüglich der Lawinentoten gezogen werden. Dies veranlasste die Südtiroler Landesregierung in Kooperation mit jener aus Tirol eine Präventionskampagne zu starten: alle lawinengefährdeten Berge sollen in den nächsten Jahren abgetragenwerden.

Ein Muster einer Lawine, welche aber bald der Vergangenheit angehören werden
Ein Muster einer Lawine, welche aber bald der Vergangenheit angehören werden

Schlussrechnung der letzten Jahre

Leider wurden in den letzten Jahren immer mehr Lawinentote beklagt. Dies wird nicht auf die Menge der Tourengeher, sondern auf eine mangelnde Qualität der Berge und deren Aufbau zurückgeführt, so ein Sprecher der Landesregierung. Schließlich sind die Alpen vor vielen Millionen Jahren entstanden, aber seit dem nie wieder ausgewechselt worden.

Keine Lawinentote mehr?

In einem selten so schnell durchgeboxten Entschluss einigten sich die Landesregierungen Tirols und Südtirols darauf das Problem an seiner Wurzel zu lösen. Da Lawinentote nur am Berg zu beklagen sind, lag dies klar auf der Hand: lawinengefährdete Berge müssen abgetragen werden. Jene Berge, auf welchen in den letzten 50 Jahren keine Lawine mehr abgegangen ist, haben weitere 50 Jahre Bewährzeit, ansonsten werden auch diese abgetragen. Man möchte, so der Sprecher, noch vor der Skisaison damit beginnen. In Südtirol, so scheint es zurzeit, werde nur das Mendelgebirge vorerst verschont bleiben.

Alle Tourengehen können sich somit auf einen lawinensicheren Winter freuen!

Foto: dahu1 CC BY-SA 3.0

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